Klassenfahrt der Mechatroniker nach Hamburg

Am Mittwoch, den 29.03.2017 um 16.00 Uhr, ging es mit dem Bus und der gesamten Klasse im Gepäck nach Hamburg. Nach fast vier Stunden Busfahrt waren wir auch schon am Ziel angekommen. Da uns der Mittwochabend zur freien Verfügung stand, machten wir uns in kleinen Gruppen auf den Weg in die Stadt, um Hamburg kennenzulernen.

Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen, denn um 8.00 Uhr ging es los nach Norderstedt, um die Firma Jungheinrich zu besichtigen. Am Werk in Norderstedt findet unter anderem die Produktion von Elektro-Niederhub und -Hochhubwagen sowie von Schubmaststaplern statt. Außerdem hat diese Firma einen sehr großen Ausbildungsbereich, wo die Mechatroniker vom Anfang ihrer Ausbildung bis zum Ende betreut, geschult und die Tätigkeiten im Betrieb angelernt werden. Auf einer ca. zweistündigen Führung haben wir viele Eindrücke und Informationen gesammelt und konnten alle Fragen von Schülern und Lehrern klären. Nun konnten wir die Rückreise in Richtung Hotel antreten.

Allerdings ging es nicht direkt zurück zum Hotel, sondern ein paar Kilometer weiter in ein kleines Dorf mit dem Namen Finkenwerder. Erst war uns nicht klar, was wir in dem kleinen Dorf mit knapp 800 Einwohnern unternehmen. Nach einigen Recherchen im Internet, haben wir herausgefunden, dass das große Unternehmen Airbus einen von vielen Standorten in Finkenwerder hat. In diesem Werk werden Montagen durchgeführt und sowohl Inneneinrichtung als auch Sonderausstattungen gefertigt. Ein Airbus A320 besteht zum Beispiel aus vier Einzelteilen, die in unterschiedlichen Ländern (Deutschland, Spanien, Frankreich und Großbritannien) hergestellt werden. Außerdem wird nach der Montage, wenn der Flieger den Status „Bereit für Flug“ bekommt, der erste Flug mit jeglichen Tests über der Nordsee durchgeführt. In diesem Luftraum herrscht wenig Flugverkehr.

Nach einem langen und anstrengenden, aber auch sehr interessanten Tag, waren wir gegen 17 Uhr dieses Mal wirklich auf dem Weg in Richtung Hotel. Am Abend gingen wir geschlossen mit der Klasse zum Essen in ein Burger-Restaurant und danach durfte jeder wieder in Gruppen durch die Stadt ziehen.

Für Freitag war die Rückfahrt zur Berufsschule nach Gütersloh angesetzt. Das moderne Steinkohle-Kraftwerk Vattenfall lag auf dem Weg, sodass wir einen kleinen Stopp am Kraftwerk und eine Führung mitmachen konnten. Vattenfall ist sehr stark an die Stadt Hamburg gebunden. Uns wurde gesagt, dass die Stadt Hamburg ca. 1500 mW an Strom benötigt. Als erstes werden die Ressourcen Wind- und Sonnenenergie ins Netz eingespeist, da man diese nicht regeln kann. Leider ist der Anteil mit unter 2% an Strom zur Zeit noch sehr gering. Irgendwie müssen jetzt noch die restlichen 98% an Strom in das Hamburger Netz eingespeist werden. Mit der Größe des Kraftwerks Vattenfall in Moorburg und den ausgeprägten Verbrennungen von Steinkohle kommt das Kraftwerk auf 85% Strom für Hamburg. Die letzten 13% Strom werden aus der Umgebung Hamburgs eingespeist.

Insgesamt eine sehr gelungene und interessante Reise nach Hamburg und die Umgebung.


techno.blogger: David

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.