Eine Reise durch Südamerika

Für Viele ist das Reisen ein großes Hobby und eine Leidenschaft, wie auch für unsere Produktdesignerin Julia Freye. Im Januar dieses Jahres ging es für sie auf ihr nächstes großes Abenteuer, nach Südamerika.
Für diesen Blog-Beitrag habe ich Julia zu ihren Erfahrungen und Eindrücken interviewt und habe einige Tipps zum Reisen bekommen.

Julia, ganz allgemein: Was treibt dich zum Reisen an?
Mich fasziniert es, mit wenig Gepäck einfach loszuziehen, verschiedene Kulturen kennen zu lernen und  sich mit Menschen aus der ganzen Welt auszutauschen. Vor allem interessieren mich die Landschaften sehr, neue Ecken und Winkel dieser Erde zu entdecken und andere Umgebungen kennen zu lernen – einfach meinen Horizont zu erweitern.

Dein erster richtiger Trip: Wie bist du wohin gereist und warum?
Mein erster Trip  war 2011, wo es für mich erst nach Neuseeland und dann weiter nach Australien ging. Mit einem work and travel Visum im Gepäck bin ich für 6 Monate dort hingeflogen, um mein Englisch zu verbessern, ein bisschen zu arbeiten und Land und Leute kennenzulernen. Obwohl ich wusste, dass es dort sehr überlaufen sein würde mit Backpackern, war es eine tolle Zeit, an die ich mich immer noch sehr gerne zurückerinnere. Ein guter Start und ein „einfaches“ Land zum Reisen.

Gibt es Länder, die du in deinem Leben noch unbedingt sehen willst?
Im Moment interessieren mich Japan und Kanada sehr.

Welche Länder/Kontinente hast du schon bereist?
Europa, Asien, Südamerika, Australien/Ozeanien

In deiner letzten Reise ging es für dich nach Südamerika. Wie bist du auf diesen Kontinent gekommen?
Dieser Kontinent hat mich schon immer fasziniert. Durch Erzählungen von Freunden, aus Büchern, die ich gelesen habe oder auch Dokus im Internet. Außerdem wollte ich die spanische Sprache gerne lernen und verbessern. Einfach mal raus aus Deutschland.

Wie ist es allgemein in Südamerika? Wie sind die Menschen?
Südamerika ist bunt, laut, sehr interessant und vielfältig, mit ganz unterschiedlichen Gebieten und Landstrichen. Es gibt Berge, Wüsten, Strände und den Dschungel. In manchen Gegenden erlebt man Frühling, Sommer, Herbst und Winter an einem Tag.
Es ist dort definitiv chaotischer als in Deutschland, aber nicht so stressig. Die Mentalität ist entspannter. Alle lassen sich sehr viel Zeit, was manchmal etwas nervig sein kann, wenn man die deutsche Hektik gewohnt ist. Die Menschen waren sehr herzlich und offen, ich habe mich zu jeder Zeit willkommen und wohl gefühlt. Jedoch gab es auch Ecken oder Straßen, die ich nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr betreten habe und eher vorsichtig war. Es ist eine ganz besondere Kultur auf die ich traf, ganz anders als in Europa.

Das Netz der Fernbusse ist sehr gut ausgebaut und meiner Meinung nach, eines der besten Fortbewegungsmittel in Südamerika. In vielen Nachtbussen wird man mit Getränken und Essen versorgt und reist von A nach B während man schläft. Somit kann man seine Zeit tagsüber für andere Dinge nutzen und eine Übernachtung im Hostel hat man sich zusätzlich gespart.

Was war das Besonderste auf deiner Südamerikareise?
Es gab viele schöne und aufregende Orte, aber  am meisten hat mich die Salar de Uyuni (Salzwüste) in Bolivien gepackt. Wir sind ganz früh morgens, noch bei Dunkelheit los gefahren, um den Sonnenaufgang zu sehen. In der Regenzeit ist der Boden in gewissen Bereichen der Wüste komplett mit Wasser bedeckt. Der Moment, wenn die Sonne aufgeht und sich der komplette Himmel auf der Erde spiegelt ist einfach unbeschreiblich. Die bunten Lagunen mit hunderten von Flamingos oder auch die Geysire, die heißes Wasser und weißen Dampf ausspucken haben mich sehr beeindruckt. Ein Ort, wie von einem anderen Planeten.

Wie ist dein Ablauf bei so einer Reise? Planst du vieles im Voraus?
Meistens buche ich nur den Hin- und Rückflug, wenn ich reise. Einen ausgeklügelten Plan habe ich nur wenn ich nicht viel Zeit habe. Ich lege grob fest, welche Städte und Gebiete ich sehen möchte und entscheide meist ganz spontan wie lange ich mich wo aufhalte. Busse, Unterkünfte oder Inlandsflüge buche ich meistens ebenfalls vor Ort, um flexibel zu sein. Um die besten Tipps und Orte zu finden, spreche ich mit Einheimischen oder anderen Reisenden. Viele gute Infos bekommt man auch über Blog-Beiträge oder Reiseführer.

Ist vielleicht auch mal etwas nicht so gut gelaufen auf deinen Reisen?
Bis jetzt bin ich ein ziemlicher Glückspilz auf Reisen. Ich war nie wirklich in Gefahr und großartig schief gelaufen ist bis dato auch nichts. Das Einzige was mir mal passiert ist, war eine Notlandung auf dem Flug von Neuseeland nach Australien. Aufgrund eines Vulkanausbruches in Asien, mussten wir in Sydney zwischenlanden und eine Nacht dort verweilen. Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme und niemand ist zu Schaden gekommen.

Hast du allgemein Tipps zum Thema Reisen?
Man braucht keine Scheu davor zu haben auch mal alleine zu reisen, denn man ist nie alleine, wenn man es nicht möchte. Außerdem lernt man viel schneller neue Leute kennen.
Wichtig ist auch, dass man sich nicht allzu sehr beeinflussen lässt von Informationen über Dritte. Oft habe ich im Vorfeld Horrorgeschichten gehört von Jemand der Jemanden kennt…

Tipps von anderen Reisenden aus erster Hand und auf sein eigenes Bauchgefühl zu hören sind die besten Ratgeber. Das Reisen ohne Plan kann oft viel aufregender sein, als im Vorfeld alles durchzuplanen und zu buchen. Touren und Wanderungen auf eigene Faust (wenn möglich) machen und nicht sein ganzes Geld in hunderte Tourenanbieter stecken. Ein Auto mieten und drauf los fahren – so entstehen die besten Reisen.

Ich bedanke mich bei Julia dafür, dass sie diese tollen Erfahrungen mit uns teilt und  wünschen ihr weiterhin viel Erflog auf weiteren Reisen.


techno.blogger: Patricia

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