Auslandspraktikum Colchester

Regnet es in England nicht immer Katzen und Hunde? Nein! Wir, Melissa und Lorena, haben ein zweiwöchiges Praktikum in einer Niederlassung unseres Ausbildungsbetriebs in Colchester absolviert. Dort konnten wir viele Erfahrungen sammeln und nach 14 sonnigen Tagen bestätigen, dass es in England nicht immer regnet.

Alles begann mit dem Wunsch einmal im Ausland arbeiten zu können. Wir haben uns ein englischsprachiges Land für unseren Auslandsaufenthalt ausgesucht, da solide Englischkenntnisse in unserem Ausbildungsberuf als Industriekauffrau täglich immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Zunächst kontaktierte unser Ausbildungsunternehmen in Sassenberg unsere Niederlassung in Colchester, technotrans graphics limited, welche gespannt einwilligte, da ein solches Projekt zuvor noch nie durchgeführt wurde.

Da ein Auslandsaufenthalt immer mit Kosten verbunden ist, stellte sich uns schließlich die Frage der Finanzierung.

Wir haben das Auslandspraktikum über unsere Berufsschule, das Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf, gefördert bekommen. Das Berufskolleg unterstützt mit der Erasmus + Förderung verschiedene Auslandspraktika. Wir nutzten das Modell AVE individuell, welches eine Förderung speziell für individuelle und selbst organisierte Praktika ist. Dabei wurde es zu unserer Aufgabe sowohl die Flüge als auch die Unterkunft selbst zu buchen, da bei diesem Modell die Verantwortung der Organisation auf den Praktikanten übertragen wird.

Mit AVE individuell haben wir pro Person eine gewisse Summe an Geld erhalten, welche sich aus der Dauer des Aufenthaltes und einem festgelegten Tagessatz des jeweiligen Landes zusammensetzt. Damit werden die Kosten der Unterkunft und Verpflegung gedeckt. Zudem erhielten wir eine Reisekostenpauschale für den Transfer.

Die Berufsschule erhielt von uns eine offizielle Bewerbung, woraufhin Verträge erstellt und unterschrieben werden konnten, um die Förderung zu erhalten.

Um eine Statistik über die Spracherfolge führen zu können, wird von jedem Auslandspraktikanten ein Sprachtest vor und nach dem Praktikum erhoben. Dieser Test weist das aktuelle Sprachniveau auf und lässt sich innerhalb einer Stunde durchführen.

Und dann war es endlich so weit. Wir fuhren mit unserem Gepäck zum Flughafen nach Dortmund. Von dort ging es dann innerhalb eines einstündigen Flugs nach London Stansted. Dort wurden wir von unserem Kollegen, Managing Director von technotrans graphics limited und Global Key Account Manager der technotrans SE empfangen und zum Hotel gebracht.

Im Hotel angekommen fanden wir ein schönes Zweibettzimmer mit Badezimmer vor, welches uns mit einem großen Fernseher, einem Bügeleisen und einem Föhn eine gute Ausstattung bot. Abgesehen vom Zimmerservice genossen wir auch den Luxus von einem täglichem Frühstücksbuffet.

Die ersten Tage unseres Aufenthalts verstrichen schneller als erwartet. Nach der leckeren Stärkung vom Buffet begannen wir täglich unseren 20-minütigen Spaziergang zur Firma. Das Wetter war dabei stets ebenso fröhlich, wie wir. Von 8:15 bis 16:45 arbeiteten wir bei unserem Praktikumsbetrieb an Bestellübersichten, Rechnungsstellungen und Auslieferungen für Bestellungen.

Am Donnerstagabend entschlossen wir uns nach getaner Arbeit das örtliche Kino zu besuchen und bei Nachos und Cola in das verlängerte Wochenende zu starten.

 

 

 

 

Der Freitag begann mit einer Zugfahrt nach Clacton-on-Sea. Dort angekommen fanden wir uns auf einer großen Kirmes mit vielen Fahrgeschäften und Essensständen an der Promenade wieder. Bei sonnigem Wetter genossen wir Fish and Chips auf der Pier und entschieden uns kurzum für einen 7 Meilen Spaziergang entlang der Nordküste zu einer anderen Küstenstadt, Frinton-on-Sea.

Am Samstag starteten wir mit großen Plänen erneut am Bahnhof von Colchester in den Tag. Voller Vorfreude fuhren wir in die Hauptstadt Englands und wurden in unseren Erwartungen nicht enttäuscht. Riesige Wolkenkratzer bauten sich an der Liverpool Street vor uns auf, welche sich als gute Möglichkeit für eine Aussicht über London erwiesen. Wir fuhren mit einem Boot über die Themse und genossen das gute Wetter. Unsere Endstation war Westmister, wo wir nach einer kleinen Stärkung und dem Shoppen von Souvenirs mit einem Tourguide die Londoner Straßen durchquerten. Dabei sahen wir zum Beispiel den Buckingham Palace und die Westminster Abbey.

Ostersonntag ging es für uns nach Norwich. Wir schlenderten eine Straße mit historischen Häusern entlang und fühlten uns wie auf einer Zeitreise. Am Fuße der Stadt gelangten wir an einen Fluss, welcher bei solch sommerlichen Temperaturen für Kanutouren genutzt wurde. Besonders auffällig war in Norwich das erhöhte Aufkommen von Kirchen in der Innenstadt, was der Stadt einen historischen Charm verlieh.

Am Ostermontag besuchten wir die Innenstadt unseres Unternehmensstandorts. Da Colchester als eine der ersten Städte Englands gilt, konnten wir auch hier eine historische Burg besichtigen, welche noch aus dem 11. Jahrhundert stammt. Auch die Innenstadt Colchesters hat einiges zu bieten. Unser  ereignisreiches Wochenende ließen wir bei einer ausgiebigen Shoppingtour ausklingen.

 

Die letzten 4 Arbeitstage vergingen wie im Flug und ehe wir uns versahen, fanden wir uns schon am Flughafen London Stansted wieder, im Gepäck viele Souvenirs und die Erinnerung an eine unvergessliche Zeit bei unseren lieben Kollegen in England.


techno.blogger: Melissa & Lorena

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