Das Trainieren von Schäferhunden

Ich bin Oliver und 17 Jahre alt. Ich bin seit August 2020 in der Ausbildung bei technotrans und erlerne den Beruf Mechatroniker. Neben der Ausbildung verbringe ich viel Zeit auf dem Hundeplatz, mit Freunden oder mit der Angel am Teich.

Auf dem Hundeplatz arbeite ich mit Schäferhunden, da diese meine Lieblingshunde sind. Das Schöne an den Schäferhunden ist nicht nur das Aussehen, sondern dass diese auch sehr arbeitsbereit sind, was eine super Voraussetzung für den Hundesport ist. Mit dem Hundesport angefangen habe ich vor etwa 2 Jahre. Seitdem bin ich jede Woche mindestens einmal auf dem Platz. Manchmal bin ich aber auch 4-mal die Woche dort.

In diesem Jahr habe ich mir selbst auch einen Schäferhund Welpen gekauft, welcher jetzt 11 Wochen alt ist.

Wichtig ist, dass man sich in den ersten 16 Wochen sehr, sehr intensiv um den Hund kümmert, da er in der ersten Zeit in der Prägephase ist. Alles was er in der Zeit erlernt, vergisst er nicht mehr.  Diese Zeit wird genutzt für Befehle wie „Sitz“ oder dafür, dass der Hund erstmal seinen Namen lernt und auf diesen hört. Des Weiteren ist es ganz wichtig, dass der Hund direkt eine gute Bindung zu seinem Besitzer aufbaut und keine negativen Erfahrungen macht, da er sonst sehr schnell misstrauisch wird. Man sollte den Hund auch von Anfang an daran gewöhnen mit Menschenmassen klar zukommen, damit er nicht auf einmal Angst bekommt, wenn er auf eine Gruppe Menschen trifft. Auch wichtig für den Hund ist, dass er sämtliche Geräusche kennenlernt, wie das Fahren von Lkws oder Motorrädern und anderen Verkehrsmitteln oder dass mal etwas Lauteres passiert, wie zum Beispiel Gewitter oder Böllern. Am besten übt man dies, indem man mal mit dem Hund in eine Innenstadt fährt, wo viel los ist. Dabei ist zu beachten, dass man immer Futter dabei hat, damit der Hund eine Bestätigung bekommt, wenn er ein gewünschtes Verhalten zeigt. Wenn der Hund eine gewisse Zeit bei einem ist und er sich ein wenig eingelebt hat, fährt man das erste Mal mit ihm zum Hundeplatz. Dort fängt man dann mit den Grundlagen an, wie zum Beispiel, dass der Hund belohnt wird, wenn er zu einem kommt oder auf seinen Namen reagiert. Der Hund sollte verinnerlichen, immer wenn ich zu meinem Besitzer komme, ist das Positiv, da ich dann eine Bestätigung bekomme. Im Laufe der Zeit kann man das Füttern dann ein wenig reduzieren. Ab und an sollte man ihn auch als erwachsenen Hund bestätigen, damit dies nicht langweilig wird und er ins ungehorsam kommt.

Wenn der Hund dann soweit ist, kann man mit dem Futtertreiben anfangen. Der Hund lernt bei Fuß zulaufen.  Dies geschieht  an einer graden Schiene, damit der Hund lernt immer grade neben einem zulaufen und nicht schief läuft. „Sitz“ und „Platz“ übt man an besten in einer dafür vorgesehen Hundebox, sodass der Hund auch hier immer grade sitzt und liegt.

Beim Schutzdienst wird der Hund erstmal mit einem Lappen angespielt, da dieser schön weich und für den Hund angenehm im Mund zu halten ist. Wenn der Hund dann älter ist, wird ein Junghundärmel benutzt und danach ein richtiger Schutzhundärmel. Mit 9 Monaten steht die erste „Prüfung“ an. Diese ist als erstes die Wesensbeurteilung, bei welcher geschaut wird, ob der Hund sozialverträglich ist und wie er sich in verschiedenen Situationen verhält.

Mit 18 Monaten darf der Hund dann richtige Prüfungen laufen. Als erstes braucht er dafür die Begleithundeprüfung. Diese besteht aus einer Unterordnung und dem Straßenteil, indem der Hund auf Alltagssituationen getestet wird.

Anschließend kann man sich aussuchen, in welche Richtung der Hund trainiert werden soll. Zum Beispiel gibt es die IGP(Internationale Gebrauchshunde Prüfung), welche aus 3 Abteilen besteht:

  1. Das Fährten
  2. Die Unterordnung
  3. Der Schutzdienst (Dort kann der Hund bis zu 100 Punkten erzielen, was der Note „Vorzüglich“ entspricht)

Der Hundetrainer braucht natürlich auch eine Prüfung, bevor er mit einem Hund starten kann, das ist der so genannte Sachkundenachweis.


techno.blogger: Oliver Laumann

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